Das Kranzelreiten in Weitensfeld



Das jährlich zu Pfingsten abgehaltene Weitensfelder Kranzelreiten zählt zu den interessantesten, schönsten und vor allem ältesten Bräuchen im Gurktal. 


Der Sage nach hat vor vielen Jahren die Pest in Weitensfeld gewütet, die nur drei Bürgersöhne und ein Edelfräulein überlebt haben. Es wurde ein Wettlauf veranstaltet, bei dem der Sieger der drei Bürgersöhne um die Hand des Edelfräuleins anhalten durfte.


Daraus ist das Kranzelreiten als Erinnerung an dieses Ereignis entstanden und muss jedes Jahr abgehalten werden. Sollte es einmal vernachlässigt werden oder ausbleiben, so bricht der Sage nach großes Unheil über den Markt herein. In diesem Falle werden die Pesttoten in der Nacht geritten kommen und die Weitensfelder Bevölkerung kann am nächsten Morgen auf die von Huftritten aufgewühlte Straße blicken. Das Fest wurde sogar in den schwersten Kriegszeiten abgehalten, obwohl großer Mangel an Ross und Reitern vorhanden war – allerdings nur im bescheidenen Ausmaß.

Alle 50 Jahre fand ein Jubiläumskranzelreiten statt. Dies änderte sich nach dem 2. Weltkrieg. Im Jahr 1947 erfolgte ein außergewöhnliches Kranzelreiten. Seitdem wird alle 25 Jahre ein Jubliäumskranzelreiten veranstaltet, bei dem anstelle der steinerenen Jungfrau ein Mädchen aus Weitensfeld ausgewählt wird.