Pfingstmontag


 

Am Pfingstmontag findet der Wettritt und Wettlauf statt. Auf dem Marktplatz thront die steinerne Marktjungfrau auf dem Marktbrunnen. Sie ist festlich geschmückt mit weißem Kleid und roter Schärpe, einem Brautkranz, in der linken Hand einen Schlüsselbund und in der rechten eine Pfingstrose. Gleichzeitig findet den ganzen Tag im Ort ein Jahrmarkt statt.


Vom Oberen Marktplatz reiten die Reiter auf ihren geschmückten Pferden dreimal die Strecke vom Oberen Markt bis zur Jungfrau im Galopp, was die Flucht und das Austreiben der Pest symbolisieren soll. Nach dem dritten Ritt am Oberen Marktplatz wieder angelangt, sammeln sich die Reiter und reiten mit Begleitung der Musikkapelle zum alten Gemeindehaus. Dort wird angehalten und die drei bereits wartenden Läufer nehmen zwischen der Musikkapelle und den Reitern Aufstellung. Die Läufer sind ebenfalls weiß gekleidet und mit einer roten Schärpe geschmückt.


Auf das Kommando "Eins" sprengen drei der besten Reiter voraus zum Oberen Marktplatz, um die Laufbahn freizumachen. Auf das Kommando "Zwei" laufen die Wettläufer los und auf "Drei" reitet die übrige Reiterschar im Galopp nach. Nun besteigt der Wettlaufsieger das Siegerpferd und reitet, flankiert von den beiden anderen Läufern, mit der Musikkapelle langsam im Reiterzuge zur Jungfrau.

Es erfolgt anschließend die Verteilung der "Beste" an die Läufer. Der Sieger erhält ein Kranzel und ein Seidentücherl, der Zweite ein Myrtensträußerl und ein Wolltücherl und der Letzte ein Büscherl Schweineborsten und ein Kattuntücherl. Alle drei Läufer erhalten ein Paar Strümpfe.
Anschließend steigt der Sieger auf einer Leiter zur steinernen Jungfrau empor, umarmt und küsst sie. Danach tanzen die Läufer mit den Mädchen vor dem Gedenkbrunnen den Walzer "Jungfrauenkuss".
Zu bemerken ist noch, dass alle 50 Jahre der Brauch besonders festlich begangen wird und die Weitensfelder Bürger aus der Mitte ihrer Töchter "die Schönste" wählen, um die Statue durch eine lebende Jungfrau zu ersetzen.